CIO-Umfrage: IT-Komplexität bremst Einstieg in das Cloud Computing

Im Auftrag von NTT Europe wurden 300 CIOs und leitende IT-Manager in europäischen Unternehmen nach ihren Cloud Computing-Plänen befragt. 81 Prozent der befragten CIOs sehen dabei ihre eigene IT-Architektur als die größte Hürde für die Migration in die Cloud an, 58 Prozent der Befragten identifizierten die Komplexität ihrer bestehenden IT-Umgebung als Grund für die zögerliche Einführung von Cloud-Computing-Plattformen. Die Komplexität wird damit in Zusammenhang gebracht, dass immer noch Legacy-IT-Plattformen eingesetzt werden. Diese sind laut Umfrage immerhin noch bei rund 28 Prozent der Befragten im Einsatz.


Der Erhebung zufolge wird die Wolke mehr als taktische Ergänzung zu den bestehenden IT-Services gesehen denn als strategische IKT-Plattform für das Unternehmen. Etwa zwei Drittel der Unternehmen, die auf die Cloud setzen, nutzen drei oder weniger Cloud-Plattformen; und über zwei Drittel der Befragten verwenden Cloud-Applikationen erst seit weniger als zwei Jahren.

Jens Leuchters, General Manager Central & Eastern Europe bei NTT Europe, fasst zusammen: “Wir schließen aus den Studienergebnissen, dass die Cloud weitgehend auf Test- und Entwicklungs- sowie Software-as-a-Service (SaaS)-Anwendungen begrenzt ist. IT-Leiter haben sich bisher zurückgehalten, die zentralen Applikationen und Daten, die im Herzen der Organisation liegen, in die Cloud zu migrieren. Sie haben Bedenken, dass Cloud-Provider die Komplexität ihrer Legacy-IKT-Umgebung unterschätzen und fürchten ein Scheitern der Migration.”

IT-Leiter glauben: Cloud ist die Zukunft

Gemäß der Studie glaubt ein Großteil der Befragten, Cloud-Computing habe das Potential, Unternehmen strategisch neu zu organisieren. 40 Prozent der Umfrageteilnehmer stimmen überein, dass es neue Potenziale für ihr Geschäft eröffnet, und 49 Prozent geben an, die Cloud könne ihnen dabei helfen, neue Märkte zu erschließen.

Die logische Schlussfolgerung daraus ist also: CIOs erkennen, dass die Wolke Unternehmens- und IT-Strategie eng zu verzahnen mag. Diese langjährige Notwendigkeit bleibt ein Hauptanliegen der befragten IT-Leiter: 59 Prozent von ihnen sehen es gar als Priorität Nummer eins. Themen wie ‚Bring your own device’ (BYOD) oder Fernzugriff auf Unternehmensapplikationen fördern ebenfalls bei rund 46 Prozent der Studienteilnehmer das Interesse an der Cloud.

“Die Erkenntnisse zeigen, dass CIOs nach Cloud-Lösungen suchen, die fit für die ‚echte Welt’ sind. Diese Lösungen müssen in der Lage sein, alte bestehende Legacy-Systeme mit neuen Applikationen zu verknüpfen. Wollen CIOs ihre IT-Umgebung effizient organisieren und ihre Kosten- und Umsatzziele einhalten, ist eine gelungene Verbindung geschäftskritisch. Jedes Unternehmen hat seine eigenen komplexen Strukturen. CIOs benötigen daher genau solche Cloud-Lösungen, die diese Komplexität beherrschen und hinter einem Dashboard verbergen. CIOs erwarten Transparenz hinsichtlich ihrer Systeme und der Kontrollmechanismen beim Provider. Letztere wiederum müssen plausibel darlegen, dass sie eine große Bandbreite an IT-Plattformen und -Services virtualisieren und vermarkten sowie nicht zuletzt sicher betreiben können”, lautet das Fazit von NTT-Chef Leuchters.

Die komplette Studie kann auf der NTT Europe Webseite herunter geladen werden.

Cloud Computing TV-Interview mit Jens Leuchters, NTT Europe

Auf der CeBIT 2013 vermittelte Jens Leuchters in einem Internview mit Cloud Computing TV einen Überblick über das eigene Cloud Service-Portfolio und einen Einblick, wie der deutsche Cloud Computing-Markt im internationalen Vergleich abschneidet. Darüber hinaus erklärte er, weshalb auch er als Mitarbeiter eines internationalen Anbieter Vorteile in einem Cloud Service “Made in Germany” sieht, insbesondere wenn die adressierte Zielgruppe mittelständische Unternehmen sind.

Cloud Computing TV-Interview Jens Leuchters NTT Europe


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