COLT-Umfrage: Bei Cloud Computing müssen die Anbieter vor allem Sicherheitsbedenken ausräumen

In einer aktuellen Umfrage unter europäischen CIOs, die von der Firma Colt in Auftrag gegeben wurde, gaben 68 Prozent der Befragten an, Sicherheitsbedenken hielten sie von der Einführung von Cloud Computing-Diensten ab. Auch unter den Befragten in Deutschland nannten 68 Prozent den Faktor Sicherheit als größtes Hindernis für die Einführung Cloud-basierter Services. Der COLT Report basiert auf einer Umfrage unter CIOs und führenden IT-Entscheidern in 13 europäischen Ländern und wurde von dem renommierten Marktforschungsunternehmen Portio Research durchgeführt. COLT sieht in großer Transparenz und einem offenen Dialog mit dem Kunden die richtigen Mittel, um Sicherheitsbedenken effektiv auszuräumen.

Nach der Sicherheit nannten die Befragten am zweithäufigsten Bedenken hinsichtlich der Leistungsfähigkeit und Zuverlässigkeit von Cloud Computing-Diensten (58 Prozent europaweit), während 47 Prozent der europäischen Befragten mangelnde Preistransparenz als Hemmnis für die Implementierung von Cloud-Services angaben. Aus der verbreiteten Sorge, zu stark an einen Cloud Computing-Service gebunden zu sein, lässt sich eine Präferenz für möglichst flexible Preismodelle ableiten.

Trotz der genannten Bedenken ist der Haupttreiber für eine beschleunigte Verbreitung von Cloud-Diensten der Bedarf von Unternehmen, von überall aus auf Daten und IT-Systeme zugreifen zu können. Jeweils die Hälfte der Befragten nutzt oder prüft die Nutzung von Cloud-unterstützten Services für das E-Mail Hosting oder das Backup wichtiger Daten. 40 Prozent setzen Cloud Computing-Dienste für den Zugang zu Gehalts- und Finanzanwendungen ein oder fassen deren Einsatz ins Auge; den Zugang zu Desktop-Applikationen nannten in diesem Zusammenhang 39 Prozent.

Die derzeit bedeutendsten allgemeinen Herausforderungen, mit denen sich die Befragten beschäftigen, sind Kostenreduzierung (80 Prozent) und Flexibilität (72 Prozent). Als weitere wichtige Aspekte wurden Risikominimierung (62 Prozent) und Innovation (57 Prozent) genannt.

Obwohl Cloud Computing noch in den Kinderschuhen steckt, sind dessen Vorteile bereits weithin bekannt. 48 Prozent der befragten CIOs glauben, der Hauptnutzen Cloud-basierter Dienste sei die Kostensenkung. 21 Prozent sehen den Hauptzweck darin, dass Unternehmen auf den Besitz eigener Rechenzentren verzichten können. 19 Prozent verstehen Cloud Services als Dienstleistung, die Unternehmen zu einer verbesserten Aufstellung verhilft, mit der sie ihre Geschäftsziele besser erreichen können.

Deutschland: CIOs erwarten baldige Implementierung von Cloud Services

Fast alle Befragten in Deutschland glauben, die Verbreitung von Cloud Computing-Diensten werde ansteigen, wobei fast 43 Prozent ein deutliches Wachstum innerhalb der nächsten zwölf Monate erwarten. Zudem gehen über zwei Drittel (67 Prozent) der Befragten davon aus, dass 21 bis 60 Prozent ihres IT-Portfolios innerhalb der nächsten zwölf Monate in Form von Cloud-Diensten ausgelagert werden wird. Als Faktoren, die die Verbreitung von Cloud Services begünstigen, nannten die Umfrageteilnehmer in Deutschland vor allem Sicherheitsbestimmungen für den Umgang mit Kundendaten (77 Prozent) sowie die Gewissheit, dass Cloud-basierte Dienste Zugang zu den neuesten Technologien und Applikationen bieten (70 Prozent).

Dazu Andreas Kederer, Director des Bereichs COLT Managed Services in Deutschland und Mitglied der Geschäftsleitung: „Dass CIOs in Deutschland eine Beschleunigung der Etablierung von Cloud Computing-Diensten erwarten, ist schlüssig. Flexibilität ist eine wichtige Voraussetzung für Effizienzsteigerung, Kostensenkung und die Verbesserung der Produktivität. Diese Umfrage zeigt, dass Cloud-Services ein prominenter Treiber dieser Entwicklung sein werden.“

Maggy McClelland, Managing Director COLT Managed Services, kommentiert: „Die Umfrage hat eindeutig die Sicherheit als das Thema identifiziert, das CIOs im Zusammenhang mit Cloud Computing am meisten besorgt. Viele Kunden wünschen sich bei der Risikominimierung eine engere und transparentere Zusammenarbeit mit den Cloud-Anbietern. Die Kunden gehen zu Recht davon aus, dass sie auch als Nutzer von Cloud-Diensten Eigentümer ihrer Daten sind und insofern auch dafür die Verantwortung tragen. Den Cloud-Anbietern kommt die Aufgabe zu, ihre Kunden über die Themen Sicherheit und Datenbesitz im Zusammenhang mit Cloud-Diensten gründlich zu informieren. Mehr Transparenz und ein offener Dialog mit den Kunden werden dabei helfen, die Bedenken hinsichtlich der Sicherheit, Leistungsfähigkeit und Zuverlässigkeit von Cloud Computing auszuräumen. Nur so kann sich die Branche weiterentwickeln und dabei glaubwürdig bleiben.“

ENISA-Publikation liefert CIOs wichtige Informationen

Als Schritt in die richtige Richtung begrüßt COLT die aktuelle Publikation der European Network and Information Security Agency (ENISA) mit dem Titel „Cloud Computing: Benefits, risks and recommendations for information security“. Darin finden sich detaillierte Praxistipps und Empfehlungen zu der Frage, wie mit den Vorteilen und Risiken von Cloud Computing im Hinblick auf Informationssicherheit umzugehen ist.

Die Managed Services-Lösungen von COLT basieren auf der COLT Infrastruktur, die ein 25.000 Kilometer langes Glasfasernetz mit europaweit 19 integrierten Rechenzentren kombiniert. Diese Aufstellung ermöglicht es COLT, Ende-zu-Ende die volle Verantwortung für die Sicherheit, Verfügbarkeit und Kontinuität von IT-Prozessen und Rechenkapazität zu übernehmen. Die Service Level Agreements (SLAs) von COLT orientieren sich an den geschäftlichen Anforderungen des Kunden und nicht an technologischen Faktoren. Die Enterprise Cloud Plattform, die COLT im Juli 2009 eingeführt hat, lässt den Kunden die Wahl, wann und wie sie von gemanagten Infrastructure- und Application-Services profitieren wollen. Die neuen Dienste bieten erhöhte Flexibilität und erlauben dadurch eine Steigerung der Wirtschaftlichkeit, Sicherheit und Leistungsfähigkeit.


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