Computerwoche: Wie geht es weiter mit Cloud Computing?

Im Rahmen einer Analysten-Befragung bat die Computerwoche unter anderem auch um einen Ausblick auf die Zukunft des Hype-Themas 2009 Cloud Computing. Die Frage lautete: Neben dem Pionier Amazon.com gibt es inzwischen eine Reihe von Unternehmen, die Server-Rechenleistung als Service in der Cloud anbieten, darunter auch Fujitsu und T-Systems. Welche Angebote werden sich im neuen Jahr durchsetzen?

Stephan Kaiser von Pierre Audoin Consulting (PAC) glaubt, dass flexible Delivery-Modelle auch in den nächsten zwölf Monaten weiter an Bedeutung gewinnen werden. Allerdings werden seiner Meinung nach Sicherheitsbedenken immer noch eine Hürde beim Einsatz von Cloud Computing-Lösungen darstellen werden. Er sieht dabei aber nicht nur die Anbieter, sondern auch den Gesetzgeber (auf nationaler und europäischer) Ebene in der Pflicht.

Frank Sempert von Saugatuck sieht Europa bei Cloud Computing an der Spitze der Entwicklung und untermauert dies mit konkreten Zahlen. Laut seinen Angaben wird Ende 2010 rund ein Drittel der europäischen Unternehmen täglich Cloud-Infrastrukturservices nutzen. Auf Anbieterseite sieht er die Unternehmen Amazon.com, EMC, NetApp, OpSource, und Rackspace in einer Führungsposition.

Tom Meyer von IDC sieht die Bereiche Collaboration (Webconferencing, Wikis) und persönliche Applikationen (Word Processing, E-Mail, Kalender) als Treiber für die weitere Entwicklung des Cloud-Trends. Der Umstieg vom eigenen Rechenzentrum auf Cloud Services hängt seiner Meinung nach von der Effizienz der bestehenden RZ-Infrastruktur ab.

Stefan Ried von Forrester sieht für 2010 insbesondere Wachstum bei Infrastructure-as-a-Service in drei verschiedenen Kategorien: Public Cloud-Infrastruktur, wie “EC2” von Amazon.com, private Cloud-Tools, die es Rechenzentrumsbetreibern ermöglichen, ihre eigenen Rechenzentren wie eine Cloud zu betreiben und virtuelle Private Cloud-Infrastruktur, da hier alle Vorteile von öffentlichen Clouds mit den Vorzügen privater Rechenzentren vereinigt werden. In der letzten Kategorie sieht er Fujitsu und T-Systems gut positioniert.

Frank Heuer von Techconsult bescheinigt zwar Amazon die Rolle als Pionier für Cloud Server, sieht aber im Business-Umfeld Anbieter wie T-Systems, Fujitsu und IBM vorne. Business-Anwender werden sich seiner Meinung nach darüber hinaus weniger für reine Cloud-Lösungen als für mit einer On-Premise IT-Landschaft integrierte Lösung entscheiden.

Carlo Velten von der Experton Group bestätigt die Aussage seines Vorredners: Auch er sieht Amazon.com als klaren Markt- und Meinungsführer im Cloud Computing-Bereich. Doch auch Unternehmen wie Google, Yahoo oder Microsoft werden seiner Meinung nach als zukünftige Anbieter von Datacenter-Services am Markt auftreten. Cloud Services und Ressourcen sind seines Erachtens definitiv ein nachhaltiger Zukunftstrend.

Rüdiger Spies von IDC verknüpft den weiteren Erfolg von Cloud-Diensten mit dem Übergang zur IT-Commodity. Je mehr ein entsprechendes Angebot zur Commodity wird, desto höher ist seiner Meinung nach die Wahrscheinlichkeit, dass eine solche Dienstleistung auch über das Internet bezogen wird.

Den kompletten Beitrag finden Sie unter www.computerwoche.de/software/erp/1912543/index2.html.


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