Initiative Cloud Services Made in Germany im Gespräch: Daniel Grünthal, Chefentwickler und Gründer Reporta AG

Und weiter geht’s in unserer Interview-Serie mit den Partnern der von der AppSphere AG mit Unterstützung des Cloud Computing Reports ins Leben gerufenen Initiative Cloud Services Made in Germany. Dieses Mal unterhielten wir uns mit Daniel Grünthal, Chefentwickler und Gründer der Reporta AG aus Hamburg.

Frage: Sie haben sich als Lösungspartner an der Initiative Cloud Services Made in Germany beteiligt. Welche Cloud Services bieten Sie an?

Grünthal: Reporta ist das erste rein webbasierte Professional-Services-Automation-System der Welt für kleine und mittelständische Dienstleister, das rein aus der Praxis entstanden ist. Einfach online ermöglicht sie dem Anwender einen tagesaktuellen Blick hinter seine Zahlen: wie effizient wird gearbeitet, wie profitabel laufen die Projekte und wo steht die Firma just in diesem Moment? Sämtliche operativen Leistungsdaten werden sofort verknüpft, analysiert und visualisiert.

Frage: Warum sollte sich ein Anwender nach Cloud Services „Made in Germany“ umschauen?

Grünthal: Weil es auch in Deutschland gute und moderne Systeme gibt. „Made in Germany“ hat sich zudem weltweit als Gütesiegel durchgesetzt, nun soll es dies auch für Cloud-Anwendungen sein. Gerade in Deutschland spielt das Thema Sicherheit eine große Rolle. Schließlich geht es um sensible Daten, die ein Unternehmer in der Cloud speichert. Da ist es doch gut zu wissen, dass der Cloud-Anbieter aus dem eigenen Land kommt, die deutsche Rechtsprechung gilt und die Daten in Europa sind. Außerdem wird der deutsche „Cloud-Standort“ gestärkt, wenn sich User gezielt nach deutschen Anwendungen umschauen. Es gibt doch mittlerweile weit mehr Anbieter als Google und Amazon und immer mehr kommen jetzt auch aus Deutschland.

Frage: In einer aktuellen Befragung der Computerwoche bezeichnete ein Fünftel der Befragten die Idee einer „German Cloud“ als „Quatsch“. Wie stehen Sie zu dieser Aussage?

Grünthal: „German Cloud“ ist insofern „Quatsch“, als dass sich das Internet nicht auf ein Land oder einen Kontinent beschränken kann. Als Anbieter ist man sofort „global“, ob man es will oder nicht. Umweltschutz kann man ja auch nicht auf eine Region einschränken, da es immer viele Abhängigkeiten zu anderen Ländern oder Regionen gibt. Zudem könnte eine Lösung wie Reporta ihre Vorteile nicht voll ausspielen, wenn sie sich nur auf Deutschland oder den deutschsprachigen Raum beschränken würde. Viele der Nutzer sind mobil, wollen von überall und zu jederzeit ihr System „dabei haben“, da kann man es natürlich nicht an der Staatsgrenze abschalten. Bei „Cloud Services – Made in Deutschland“ geht es mehr um den Standort des Providers als um die reglementierte Bereitstellung der Systeme auf einen bestimmten Raum.

Frage: Welche Prognose stellen Sie für die zukünftige Entwicklung des Themas Cloud Computing in Deutschland auf?

Grünthal: Cloud Computing wird zunehmend an Bedeutung gewinnen – nicht nur aus Kostengründen, sondern vor allem, weil sich die Arbeitswelt weiter verändern wird. Collaboration ist das Stichwort. Schon heute wird firmenübergreifend gearbeitet. Partner werden eingebunden, ebenso Kunden, Lieferanten oder Freelancer. Alle sollen miteinander vernetzt werden und gemeinsam an Projekten arbeiten. Außerdem will man mobil sein, unabhängig. Das geht nicht, wenn meine IT an ein Büro gekoppelt ist. Gerade weil die Provider sich zu 100% um die Infrastruktur, Wartung und Verfügbarkeit der Systeme kümmern, wird sich Cloud Computing langfristig durchsetzen. Die Nutzer können sich dann besser um die Dinge kümmern, die für ihr Geschäft entscheidend sind. Reporta spricht hier von more profit, more fun.

Initiative Cloud Services Made in Germany – Mehr Rechtssicherheit beim Einsatz von Cloud-basierten Diensten und On-Demand
Software-Lösungen

Ziel der von der AppSphere mit Unterstützung des Cloud Computing Report ins Leben gerufenen Initiative Cloud Services Made in Germany ist es, für mehr Rechtssicherheit beim Einsatz von Cloud-basierten Diensten und On-Demand Software-Lösungen zu sorgen. Weitere Informationen zur Initiative sind im Internet unter www.cloud-services-made-in-germany.de verfügbar.


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