BSA: Deutschland bietet die weltweit besten Rahmenbedingungen für Cloud Computing

Die BSA | The Software Alliance hat die „2018 Global Cloud Computing Scorecard“ vorgestellt, eine Untersuchung der politischen Rahmenbedingungen für Cloud Computing weltweit. Deutschland liegt auf Rang 1 der 24 untersuchten Länder, nach Rang drei im Jahr 2016. Die Studie bescheinigt Deutschland effektive Gesetze zum Schutz von E-Commerce und zur Cybersecurity sowie eine gute Unterstützung von internationalen Standards und Interoperabilität. Eine detaillierte Übersicht der bewerteten Faktoren und Ergebnisse findet sich unter www.bsa.org/cloudscorecard.

Die 2018 Global Cloud Computing Scorecard ist die Neuauflage der weltweit einzigen vergleichenden Analyse zur Eignung einzelner Länder für die erfolgreiche Verbreitung und das Wachstum von Cloud-Computing-Diensten. Die aktuelle Studie zeigt durch ihre überarbeitete Methodik noch klarer auf, welche politischen Maßnahmen das exponentielle Wachstum von Cloud Computing während der vergangenen fünf Jahre unterstützt haben. Dabei wurden vor allem die Bereiche Datenschutz, Cybersecurity-Gesetzgebung und Breitband-Infrastruktur noch stärker beachtet.

Victoria Espinel, President und CEO der BSA | The Software Alliance: “Mit Hilfe der Scorecard können Regierungen die Effektivität ihrer Gesetzgebung beurteilen und Schritte zur weiteren Förderung von Cloud Computing identifizieren. Cloud Computing ermöglicht es jedermann, auf Technologien zuzugreifen, die bisher großen Unternehmen vorbehalten waren. Es ebnet den Weg zu einer besseren Vernetzung und mehr Innovation. Diejenigen Länder, die den freien Datenverkehr befürworten, modernste Lösungen für Cybersecurity anwenden, das geistige Eigentum schützen und eine IT-Infrastruktur aufbauen, sind in der Lage, ihren Bürgern und Unternehmen die wirtschaftlichen Vorteile des Cloud Computing zu eröffnen.“

Im Jahr 2018 konnten die meisten Länder Fortschritte verzeichnen, einige Märkte fallen jedoch zurück. Hinter Deutschland folgen mit geringem Abstand Japan und die USA. Das Schlussfeld bildet eine kleine Gruppe von Ländern, die einen rein nationalen Ansatz verfolgen: Russland, China, Indonesien und Vietnam.

Zentrale Ergebnisse der Scorecard

  • Die führenden Nationen wie Deutschland oder Japan zeichnet moderner Datenschutz und Cybersicherheit aus. In vielen Ländern wird die Gesetzgebung zum Datenschutz modernisiert und verfeinert. Dies betrifft vor allem grenzüberschreitende Datenströme. In einigen Ländern sind jedoch noch keine angemessenen Datenschutzgesetze in Kraft.
  • Schwellenländer verzögern die Verabschiedung Cloud-freundlicher Gesetze und behindern ihr Wachstum. Beispiele dafür sind Regularien, die Cloud-Service-Providern erhebliche Beschränkungen auferlegen, so etwa die Auflage zur lokalen Datenspeicherung. Auch das Fehlen von Cyber-Schutzmaßnahmen wirkt sich negativ aus.
  • Abweichung von allgemein verbreiteten Regelwerken und internationalen Abkommen behindern Schlüsselmärkte. Global vereinbarte Standards, Zertifizierungen und Tests verbessern die Sicherheit des Cloud Computing, doch nicht alle Länder übernehmen diese empfohlenen Praktiken.
  • Die wenigen Länder, die eine lokale Speicherung vorschreiben, zahlen einen hohen Preis dafür. Vorschriften zur lokalen Speicherung von Daten behindern Cloud Computing und führen zu finanziellen Einbußen der lokalen Märkte.
  • Das Augenmerk auf den Reifegrad der IT-Systeme und die Breitband-Verfügbarkeit führt zu interessanten Ergebnissen. Damit Länder und Unternehmen die Vorteile des Cloud Computing voll nutzen können, muss der Zugang zu leistungsstarken Netzwerken gewährleitet sein. Zwar bemüht sich nahezu jedes Land um den Ausbau des Breitband-Internet-Zugangs, doch die Ergebnisse variieren stark.

Die komplette Studie der 24 Länder und detaillierte Ergebnisse finden Sie unter www.bsy.org/cloudscorecard.

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