Initiative Cloud Services Made in Germany im Gespräch, Michael Rosbach, Vorstand Scopevisio AG

Michael Rosbach

Mit der ScopeVisio AG hat sich ein in Deutschland ansässiger Anbieter von Cloud Services an der Initiative Cloud Services Made in Germany beteiligt, das sich mit seinem Angebot speziell an kleine und mittelständische Unternehmen wendet. Auf der CeBIT 2011 unterhielten wir uns mit Michael Rosbach, dem Vorstand des Bonner Unternehmens über die Ziele des Unternehmens, die Bedeutung von “Made in Germany” und die Zukunft des Cloud Computing im deutschsprachigen Raum.

Frage: Sie haben sich als Lösungspartner an der Initiative Cloud Services Made in Germany beteiligt. Welche Cloud Services bieten Sie an?

Rosbach: Wir entwickeln betriebswirtschaftliche Software, die ausschließlich als Service über das Internet bereit gestellt wird und nicht installiert werden muss. Bei uns erhalten Unternehmen SaaS-Lösungen für die Finanzbuchhaltung, für CRM und Faktura, die eine hochintegriertes Gesamtsystem ergeben, jedoch auch einzeln genutzt werden können. Dabei sind wir unschlagbar günstig: Angefangen bei 2,99 pro Monat und User bieten wir professionelle Business-Software zum kleinen Preis. Cloud Computing macht´s möglich! Die Scopevisio-Produktpalette wird kontinuierlich erweitert, eine Projektmanangement-Software noch in diesem Jahr auf den Markt gebracht. Ziel ist ein vollumfängliches ERP-System für kleine und mittlere Unternehmen.

Frage: Warum sollte sich ein Anwender nach Cloud Services „Made in Germany“ umschauen?

Rosbach: Services aus der Cloud bieten dem Anwender ein bisher nie dagewesenes Maß an Flexibilität, Mobilität und Aktualität. Cloud Computing gilt deshalb zu Recht als Zukunftstechnologie. Doch obwohl das Modell immer mehr an Attraktivität gewinnt, existieren bei den Anwendern noch immer Vorbehalte in Sachen Datensicherheit und Verfügbarkeit. Cloud Services „Made in Germany“ sind dazu geeignet, diese Sicherheitsbedenken aus dem Weg zu räumen. Die in dieser Initiative zusammengeschlossenen Firmen haben ihren Sitz in Deutschland, sie schließen Verträge nach deutschem Recht und bieten einen Ansprechpartner vor Ort. Das Kennzeichen „Made in Germany“ bietet somit jedem Interessenten und Kunden ein Plus an Rechtssicherheit.

Frage: In einer Befragung der Computerwoche aus dem letzten Jahr bezeichnete ein Fünftel der Befragten die Idee einer „German Cloud“ als „Quatsch“. Wie stehen Sie zu dieser Aussage?

Rosbach: Auf den ersten Blick erscheint eine „German Cloud“ tatsächlich ein Widerspruch in sich zu sein – ist doch gerade die Standortunabhängigkeit kennzeichnend für die Idee des Cloud Computings. Nichtsdestotrotz gibt es gute Gründe für eine „German Cloud“: Deutsche Cloud-Anbieter unterliegen den weltweit strengsten Rechtsnormen und Vorschriften zur Informationssicherheit. Warum sollte man dieses Differenzierungsmerkmal nicht in den Vordergrund stellen? In einem rasant wachsenden und unübersichtlichen Markt kann man gerade damit verunsicherte oder unentschlossene Interessenten für die neue Technologie gewinnen.

Frage: Welche Prognose stellen Sie für die zukünftige Entwicklung des Themas Cloud Computing in Deutschland auf?

Rosbach: Cloud Computing hat sich zu einem Megatrend entwickelt, der nicht mehr aufzuhalten ist. Die Wachstumsraten sind inzwischen auch in Deutschland zweistellig. Viele IT-Leistungen, die bislang individuell für einzelne Kunden gefertigt wurden, werden künftig in standardisierter Form über das Netz angeboten. IT wird zu einer Art Versorgungsgut – so wie Wasser oder Strom. Die Anwender gewinnen dadurch an Flexibilität und Mobilität während sie gleichzeitig mit Cloud Computing Kosten sparen. Cloud Computing ist somit längst kein Hype-Thema mehr, sondern ein neues Paradigma, das die IT-Branche, aber auch den Umgang mit IT in Unternehmen nachhaltig verändern wird.

Vielen Dank für das Gespräch

Scopevisio – Integrierte Unternehmenssoftware aus der Cloud

Weitere Informationen zu ScopeVisio finden Sie im Lösungskatalog der Initiative Cloud Services Made in Germany oder im Lösungskatalog des SaaS-Forums. Einen Anwenderbericht über den Einsatz der Lösung beim Klosterhotel Marienhöh finden Sie ebenfalls im SaaS-Forum.

Initiative Cloud Services Made in Germany – Mehr Rechtssicherheit beim Einsatz von Cloud Computing-Lösungen

In der von der AppSphere AG ins Leben gerufenen Initiative haben sich in Deutschland ansässige Anbieter von unterschiedlichsten Cloud Computing-Angeboten (IaaS, PaaS, SaaS) zusammengeschlossen. Ziel ist es, für mehr Rechtssicherheit zu sorgen, indem in Deutschland gültige Rechtsnormen als Grundlage für die mit den Kunden geschlossenen Verträge gelten.

Weitere Informationen zur Initiative Cloud Services Made in Germany.


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