Initiative Cloud Services Made in Germany im Gespräch: Nils Kaufmann, centron GmbH

Nils Kaufmann centron

Zum Jahreswechsel stieß die centron GmbH als neues Mitglied zur Initiative Cloud Services Made in Germany und deshalb haben wir uns auch gleich im neuen Jahr mit dem COO des Unternehmens, Nils Kaufmann, zu einem kurzen Interview verabredet.

Frage: Sie haben sich als Lösungspartner an der Initiative Cloud Services Made in Germany beteiligt. Welche Cloud Services bieten Sie an?

Kaufmann: Im Grunde genommen ist es Platform as a Service (IaaS) als Pay as you grow-Variante. Die Frage stellt sich allerdings so nicht, da es keine Services gibt, die nicht in der cCloud abgebildet werden können. Ob klassisches Linux- oder Windows-Hosting, Webshop-Applications, Lastserver oder Entwicklerplattformen – nahezu jede denkbare Hostingvariante lässt sich in der cCloud ausfallsicher und kostenoptimiert betreiben.

Frage: Warum sollte sich ein Anwender nach Cloud Services „Made in Germany“ umschauen?

Kaufmann: Hier geht es um die sprichwörtliche deutsche Qualität. Kaum ein anderes Land der Welt genießt als solider IT-Standort einen derart guten Ruf – und das zu Recht. Höchste Sicherheitsstandards, Datenschutzgesetze und qualifizierte Fachkräfte geben allen Grund dazu, Vertrauen in hier erbrachte Dienstleistungen zu setzen. Nicht zu unterschätzen ist in diesem Zusammenhang, dass Deutschland sowohl geografisch als auch tektonisch günstig gelegen ist. Naturgewalten und ähnliche Ereignisse spielen hinsichtlich der physikalischen Sicherheit der Datacenter kaum eine Rolle, aber auch die langfristig stabile politische Lage gibt keinen Anlass zur Sorge.

Frage: In einer Befragung der Computerwoche bezeichnete ein Fünftel der Befragten die Idee einer „German Cloud“ als „Quatsch“. Wie stehen Sie zu dieser Aussage?

Kaufmann: „Quatsch“ ist sicherlich eine sehr harsche Wortwahl, allerdings spiegelt sich darin auch ganz offensichtlich eine sehr positive Entwicklung in der gesamten Wahrnehmung aller beteiligten Individuen wider. Es wird vermehrt global gedacht und gefühlt, so dass die Hoffnung auf zukünftig globales Handeln durchaus angebracht zu sein scheint.

Auf der anderen Seite allerdings sind sich viele Interessenten nicht dessen bewusst, dass es technisch noch nicht bis hin zur Marktreife gelungen ist, Daten und Ressourcen in Form von Elektronen und Wasserstoffteilchen verfügbar zu machen. So lange die Cloud also noch den physikalischen Boden der Tatsachen berührt, ist es mitnichten irrelevant, in welchem Land die Cloud gehostet wird. Bei meiner Annahme gehe ich davon aus, dass Bangladesch als günstiger und pittoresker Serverstandort nicht unbedingt präferiert würde.

Frage: Welche Prognose stellen Sie für die zukünftige Entwicklung des Themas Cloud Computing in Deutschland auf?

Obschon so mancher Beobachter der Meinung ist, Deutschland wäre gerade dabei, die Cloud an sich vorbeiziehen zu lassen, halte ich das für nicht richtig. Mehr noch – das Gegenteil ist richtig!

Zwar haben sich auch in den USA während der letzten beiden Jahre einige Angebote entwickelt, aber die Cloud als wirklich interaktive Plattform steht auch in Übersee noch am Anfang. Deutschland bewegt sich hier nicht ganz so spontan und verspielt, dafür aber überlegt und gründlich.

2011 fällt der Startschuss für echte Cloud-Angebote und innovative Lösungen in diesem Segment in Deutschland. Es wird sicherlich auch hier zwei bis drei Jahre benötigen, bis sich der Markt stabilisiert hat und sich überlebensfähige, weil echten Nutzen bringende, Angebote durchgesetzt haben. Eines aber ist sicher: Cloud made in Germany ist weltweit ganz vorne mit dabei, wenn es um sowohl dynamische, als auch absolut verlässliche Cloud-Lösungen geht. Weil Erfolg Spaß macht!

Vielen Dank für das Gespräch!

Initiative Cloud Services Made in Germany – Mehr Rechtssicherheit beim Einsatz von Cloud Computing-Angeboten

In der von der AppSphere AG ins Leben gerufenen Initiative haben sich in Deutschland ansässige Anbieter von unterschiedlichsten Cloud Computing-Angeboten (IaaS, PaaS, SaaS) zusammengeschlossen. Ziel ist es, für mehr Rechtssicherheit zu sorgen, indem in Deutschland gültige Rechtsnormen als Grundlage für die mit den Kunden geschlossenen Verträge gelten.

Weitere Informationen zur Initiative Cloud Services Made in Germany sind im Internet unter www.cloud-services-made-in-germany.de verfügbar.


Zurück zur Startseite…

Hinterlassen Sie eine Antwort