Mickey Maus und Co. in der Cloud

Der US-Medienriese Disney arbeitet laut einem Bericht des Wall Street Journal an einer Technologie, die es nach eigenen Angaben Entertrainment-Unternehmen ermöglichen wird, ihre Geschäftsmodelle auf die neue Realität anzupassen, in der die Konsumenten häufiger den Computer oder das Handy nutzen als DVD-Player und Fernseher.

Die Technologie mit dem Codenamen “Keychest”ermöglicht es dem Kunden, einmal einen Preis für einen Film oder eine Fernsehsendung zu bezahlen und diese dann permanent über unterschiedliche digitale Plattformen und Engeräte aus dem Web zu beziehen. Damit würde auch das Einrichten eines Online-Movie Abonnementdienstes erleichtert.

Keychest setzt dabei auf die selbe Cloud Computing-Logik wie web-basierte Applikationen, die es Anwendern erlauben, Dateien wie zum Beispiel Fotos auf externen Internet-Servern zu speicher, um von überall darauf Zugriff zu haben.

Kauft ein Kunde mit Keychest zum Beispiel einen Film in einer teilnehmenden Videothek, wird sein Kundenkonto bei einem anderen teilnehmend Service-Provider wie zum Beispiel seinem Mobilfunkanbieter um die Information aktualsiiert, dass er für den Zugriff auf den Film berechtigt ist. Der Firm wird dann nicht mehr herunter geladen, sondern steht beim Service-Provider wie zum Beispiel dem Mobilfunkanbieter zur Verfügung.

Mit dieser Initiative versucht Disney, den in den letzten Jahren rasch sinkenden DVD-Umsätzen entgegenzuwirken. Diese brachen in jüngster Vergangenheit zum Teil um 25 Prozent ein und bescherten dem Unternehmen zum ersten Mal seit 2005 wieder einen operativen Quartalsverlust. Disney machte bisher keine Angaben darüber, welche Unternehmen sich noch an Keychest beteiligen würden. Da aber Apple-Chef zu den größten Anteilseignern bei Disney gehört, gehen Marktbeobachter davon aus, das Apple einer der Partner sein wird.


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