Business Software Alliance: Der Big Brother Award für Cloud Computing zieht die falschen Schlussfolgerungen

Der Big Brother Award 2012 wurde unter anderem auch an das Cloud Computing verliehen. Die Business Software Alliance begrüßt grundsätzlich den kritischen Umgang mit neuen Technologien. In diesem Fall aber werden die falschen Schlussfolgerungen aus dem legitimen Interesse der Nutzer gezogen: nicht noch mehr Regulierung ist nötig, sondern Transparenz und Wahlfreiheit.

Georg Herrnleben, Senior Director EMEA bei der Business Software Alliance: “Es ist völlig richtig, dass Transparenz und Wahlfreiheit fundamentale Grundlagen sind, damit das weltweite Cloud Computing funktionieren kann; es sollte zu jedem Zeitpunkt klar sein wie die Daten der Nutzer gespeichert werden. Darüber hinaus sollten Anwender die Möglichkeit haben, darüber zu entscheiden, welche Dienste sie nutzen wollen. Genauso muss es Unternehmen freistehen, ihre Cloud Services so zu entwickeln und einzurichten, dass sie den grundlegenden Anforderungen an den Datenschutz gerecht werden, gleichzeitig die Kreativität und Dynamik dieser Technologie aber nicht beschnitten wird. Dazu braucht es nicht etwa mehr Regulierung, wie von den Initiatoren des Big Brother Award gefordert, sondern eine intelligente Harmonisierung der bestehenden Gesetze.”

Die Cloud darf nicht an Grenzen scheitern

Thomas Boué, Director, Government Relations EMEA, bei der Business Software Alliance: “Deutschland hat in den vergangenen Jahren große Fortschritte bei den Rahmenbedingungen erzielt, die Cloud Computing die größte Effizienz ermöglichen. Ein gesunder nationaler Markt ist aber nicht automatisch mit den internationalen Gesetzen in Einklang. Doch nur so kann es freien Datenaustausch geben. Wir müssen an der Förderung des globalen Cloud-Computing-Ökosystems arbeiten. Die Vorteile des Cloud Computing sind stark volumenabhängig. Ziel einer weltweiten Wirtschaftspolitik sollte es daher sein, dass Anwender die Technologien, die sie privat oder geschäftlich benötigen, von Servern auf der ganzen Welt beziehen können. Dazu müssen Gesetze und Verordnungen den freien grenzüberschreitenden Datenverkehr gewährleisten. Zum aktuellen Zeitpunkt haben zu viele verschiedene Länder zu unterschiedliche Regelwerke. Das steht dem Handel und digitalen Dienstleistungen im Weg.”

Die Business Software Alliance hat Anfang 2012 die Grundvoraussetzungen für das Cloud Computing in 24 Ländern, darunter Deutschland, in einer Studie analysiert. Sie finden die Ergebnisse online unter http://portal.bsa.org/cloudscorecard2012.


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